Hopfen bringt die Würze

Das größte geschlossene Hopfenanbaugebiet der Welt ist die Hallertau. Weitere Hauptanbaugebiete in Deutschland sind das Juragebiet Tettnang, Spalt und das Hersbrucker Gebirge. Der Hopfen gehört zu den Nesselarten. Die Pflanzen ranken sich an bis zu sieben Meter hohen Gerüsten empor. Zum Bierbrauen verwendet man ausschließlich die Fruchtzapfen der weiblichen Pflanze - sie enthalten die Bitter- und Aromastoffe. Außerdem wirken sie eiweißfällend und tragen so zur Haltbarkeit des Bieres bei und beeinflussen die Schaumstabilität. Aufgrund neuester Erkenntnisse in der Hopfenforschung und entsprechend den Wünschen der Brauereien werden aromareiche und bitterstoffreiche Sorten gezüchtet. Mit der Züchtung weitgehend resistenter Hopfensorten haben die Pflanzer die Pflanzenschutzspritzungen so reduziert, dass sie den Forderungen der Brauer nach einem schadstofffreien Hopfen entsprechen. In der Bundesrepublik werden jährlich um die 700.000 Zentner Hopfen geerntet. Etwa zwei Drittel dieser Menge werden jährlich exportiert.

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